Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, erkenne ich einen roten Faden, der sich durch viele unterschiedliche Lebensabschnitte zieht:

Schon als Jugendliche organisierte ich meine ersten Silvesterpartys. Unser Zuhause wurde regelmäßig zum Treffpunkt für Freunde, gemeinsame Erlebnisse und besondere Momente.

Später arbeitete ich mehrere Jahre in einem Kino. Besonders begeistert haben mich dort nicht die Filme selbst, sondern die besonderen Aktionen rund um Premieren, Themenabende und Veranstaltungen. Noch heute erinnere ich mich gerne an die Gemeinschaft und die besondere Atmosphäre dieser Zeit.

Auch in den Jahren, in denen ein großer Teil meines sozialen Lebens online stattfand, begleiteten mich über viele Jahre hinweg dieselben Menschen. Aus gemeinsamen Gesprächen, Erlebnissen und Begegnungen entstanden Verbindungen und Erinnerungen, die bis heute nachwirken.

Diese Zeit hat mir gezeigt, dass echte Verbindung nicht von einem Ort abhängt. Sie entsteht dort, wo Menschen einander mit Offenheit, Interesse und Wertschätzung begegnen.

2017 begann ich ganz bewusst, selbst Treffen zu organisieren. In den folgenden Jahren entstanden daraus zahlreiche gemeinsame Aktivitäten, kreative Abende, Ausflüge und Begegnungen. Dabei war nie die Größe einer Veranstaltung entscheidend. Viel wichtiger war für mich das Gefühl, wenn Menschen mit einem Lächeln nach Hause gingen, neue Kontakte knüpften oder mir erzählten, wie sehr sie die gemeinsame Zeit genossen hatten.

COVID veränderte vieles. Gleichzeitig lernte ich meinen heutigen Ehemann Carsten kennen – bei einem Treffen, das ich selbst organisiert hatte. Was als Begegnung begann, wurde zu einer der schönsten Verbindungen meines Lebens.

Aus dieser Verbindung entstand nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, sondern später auch der Name meines Herzensprojekts. Erst durch meinen heutigen Nachnamen wurde aus vielen Ideen, Erfahrungen und Träumen schließlich Wache Momente.

In all diesen Jahren begleitet mich auch eine persönliche Entwicklung: Ich lerne, meiner eigenen inneren Stimme mehr zu vertrauen und bewusster wahrzunehmen, was alles zu mir gehört.

Beruflich bin ich schon lange in der Buchhaltung zu Hause. Dort finden meine analytische Seite, mein Blick für Zusammenhänge und meine strukturierte Art ihren Platz. Und doch gibt es noch andere Seiten in mir, denen ich lange weniger Raum gegeben habe, als ich es mir eigentlich gewünscht hätte.

Da ist meine Kreativität. Meine Freude daran, Ideen zu entwickeln, Dinge zu gestalten und Neues auszuprobieren. Meine Begeisterung dafür, Menschen zusammenzubringen und aus einem ersten Gedanken etwas entstehen zu lassen.

Mit Wache Momente gebe ich diesen Seiten heute mehr Raum. Nicht als Gegenentwurf zu dem, was bereits zu meinem Leben gehört, sondern als Ergänzung – und als Möglichkeit, mehr von dem zu leben, was längst in mir steckt.

Wache Momente fühlt sich für mich deshalb nicht wie etwas völlig Neues an. Vielmehr fügt sich hier vieles zusammen, was mich schon lange begleitet:

Aus einer Idee ist inzwischen etwas ganz Reales geworden.

Gleichzeitig muss ich heute noch nicht wissen, wohin diese Reise einmal führen wird. Wache Momente darf sich weiterentwickeln, verändern und wachsen – in seinem eigenen Tempo.

Denn genau darin liegt für mich ein Teil des Zaubers.

Ich freue mich, wenn du ein Stück dieser Reise mit mir gehst.

Britta